W3-Professur für „Biostatistik und Methodik der translationalen Forschung“

Employer
Universität Heidelberg
Location
Heidelberg, Baden-Württemberg (DE)
Salary
-
Posted
October 07 2021
Organization Type
Academia

An der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

W3-Professur für „Biostatistik und Methodik der translationalen Forschung“, Heinrich-Lanz Stiftungsprofessur (w/m/d) (Nachfolge Prof. Dr. S. Wellek)

zu besetzen. Die Professur wird am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim, angesiedelt sein (Landesstiftung des öffentlichen Rechts, Direktor: Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Kaufmännischer Direktor: Dr. Matthias Janta).

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit steht für international herausragende Forschung und wegweisende Behandlungskonzepte in Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Suchtmedizin. Die Besonderheit des Instituts zeigt sich in seiner Doppelfunktion als Krankenversorgungs- und Forschungseinrichtung. Im Forschungsbereich ermöglicht gerade diese Struktur die direkte Umsetzung eines translationalen Forschungsansatzes aus der Grundlagenforschung zur Anwendung in der Klinik.

Für eine erfolgreiche translationale Forschung in den Bereichen der „Investigator-Initiated Trials (IIT)“ und der biomarkerstratifizierten Behandlungsstrategien beabsichtigt das ZI den Ausbau der Abteilung Biostatistik zur „Biostatistik und Methodik der translationalen Forschung“. Dies wird unterstützt durch die enge Zusammenarbeit mit der Heinrich-Lanz-Stiftung.

Im Gesamtkontext „Digital Health“ wird zudem eine enge Kooperation mit den Abteilungen „Biomedizinische Informatik“ sowie „Komplexe Datenverarbeitung in der Medizinischen Informatik“ am Departement Digitale Gesundheit des Zentrums für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit Baden-Württemberg (CPD-BW) der Medizinischen Fakultät Mannheim erwartet.

Die Professur hat das Fachgebiet in Forschung und Lehre zu vertreten und ist in die laufenden Forschungsschwerpunkte des ZI und der Medizinischen Fakultät Mannheim integriert. Es wird eine Persönlichkeit mit einem Forschungsprofil gesucht, die einen Schwerpunkt in der Biostatistik und insgesamt der Methodik der translationalen Forschung aufweist und so für Kooperationsprojekte mit Kliniker*innen und Grundlagenforscher*innen Anknüpfungspunkte auf hohem, internationalem Niveau bietet. Die/Der Bewerber*in sollte Expertise in Methoden der translationalen Forschung aufweisen, die über das methodische Repertoire der klassischen (Bio-)Statistik hinausgehen. Dies schließt die Integration genetischer und funktionell genetischer sowie phänotypischer Informationen aus Bildgebung, klinischen und kognitiven Daten ein, um auf diese statistische Verfahren in der statistischen Genomik sowie der molekularen und genetischen Epidemiologie bei komplexen Erkrankungen insbesondere psychiatrischen Erkrankungen anzuwenden. Die Professur wird mit der Leitung einer Abteilung für „Biostatistik und Methodik der translationalen Forschung“ am ZI und einer gleichnamigen Abteilung am CPD-BW betraut.

Anforderungen an die W3-Professur für „Biostatistik und Methodik der translationalen Forschung“ sind:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium der (Angewandten) Mathematik, Statistik, Medizinische Biometrie / Biostatistik oder in einem verwandten Gebiet
  • Promotion in herausragender Qualität in einem für das Fachgebiet relevanten Bereich sowie nach § 47 Abs. 2 Landeshochschulgesetz eine Habilitation, eine erfolgreich evaluierte Juniorprofessur oder eine vergleichbare wissenschaftliche Qualifikation
  • Durch Drittmitteleinwerbung und Publikationen nachgewiesene Forschungserfolge in relevanten Fachgebieten wie der Biostatistik, der Medizinischen Biometrie oder vergleichbaren Bereichen
  • Erfahrung in der Einwerbung und Koordination von Verbundförderinstrumenten und institutionellen Forschungsförderungen
  • Beteiligung an translationalen Forschungsprojekten sowie klinischen Studien einschließlich IITs
  • Führungserfahrung multiprofessioneller wissenschaftlicher Arbeitsgruppen

Die Berufung erfolgt als gemeinsame Berufung der Universität Heidelberg und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim im Jülicher Modell. Die Stelle steht unbefristet zur Verfügung. Die Finanzierung der Stelle erfolgt für wenigstens fünf Jahre über die Heinrich-Lanz-Stiftung und wird im Anschluss aus dem Budget des ZI verstetigt. Eine Zwischenevaluation ist nicht vorgesehen. Bei Erfüllung der allgemeinen beamtenrechtlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfolgt die Berufung in das Professorenamt in der Regel direkt in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind ausschließlich in elektronischer Form  entsprechend der „Bewerber-Leitfaden Formatvorlage“ und dem „Bewerber-Formblatt“ der Medizinischen Fakultät Mannheim für W3-Professuren (siehe https://www.umm.uni-heidelberg.de/karriere/berufung/)  bis 14. November 2021 an Herrn Prof. Dr. med. Sergij Goerdt, Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Universitätsmedizin Mannheim, zu richten.

Die Universität Heidelberg steht für Chancengleichheit und Diversität. Wir bitten qualifizierte Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Informationen zu Stellenausschreibungen und zum Datenschutz finden Sie unter www.uni-heidelberg.de/stellenmarkt.